Schneider & Schneider

Wohnhaus im Kanton Aargau

Photo Heinrich Helfenstein

Award

best architects 08

Category

residential

Place

Aargau | Schweiz

Website

www.schneiderschneider.ch

Im Osten einer Altstadt sollte am Rande eines Einfamilienhausquartiers ein neues Wohnhaus gebaut werden. Das auf einem Hügelrücken gelegene Grundstück grenzt im Nordosten an den Stadtwald und im Nordwesten an unbebautes Landwirtschaftsland. Nach Westen geht der Blick über die Altstadt hinaus in die Talebene. Um von allen diesen Qualitäten profitieren zu können, entwickelte sich ein U-förmiger Gebäudekörper, in dem die Innenräume differenziert nach den Himmelsrichtungen und den Ausblicken angeordnet sind. Das Volumen folgt dabei eng dem Verlauf des Geländes.  

Diese Einbettung des Gebäudevolumens wird durch das Gartenkonzept unterstützt, das in einer landschaftsgartenähnlichen Bepflanzung mit präzis gesetzten Umgebungsmauern sowohl den Aussenraum gliedert als auch dem Gebäude eine Standebene schafft. Der Einpassung des Bauvolumens in die Umgebung steht die formal reduzierte architektonische Gestaltung des Gebäudes gegenüber. Grossflächige Elemente aus Beton oder aus Glas werden zu einem Fassadenbild gefügt, das dem Bau ein vielschichtiges Erscheinungsbild verleiht: Die gebrochene und samten wirkende Oberfläche der vorgehängten Betonelemente lässt das Material nicht auf den ersten Blick erkennen, und die Fenster, die über die Dachkante und über Gebäudeecken rahmenlos verglast sind, scheinen das massiv wirkende Gebäude aufzuschneiden. Der auf felsähnliche Latex-Strukturmatrizen gegossene und abgesäuerte Beton der Fassadenelemente wurde mit schwarzen Pigmenten eingefärbt und erhielt als Zuschlagstoffe Scoral (Hochofenschlacke) und gebrochenen Nero Ebano. 

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