
Michael Meier und Marius Hug Architekten
Lerchenfeld Dübendorf
best architects 27
Wohnungsbau/Mehrfamilienhäuser
Ort
Dübendorf, Schweiz
Studio
Foto
Roman Keller
Beschreibung
Im Schatten des Zürichbergs wachsen die ehemaligen
Strassendörfer des Glatttals zu einem Stadtkörper zusammen. Durch diesen
fliesst der Verkehr stockend und die Glatt gemächlich. So auch in Dübendorf mit
der Überbauung Lerchenfeld. Unweit des Zentrums ersetzen zwei abgewinkelte und
gegen Süden hin offene Gebäudekörper eine Nachkriegssiedlung mit monotonen
Zeilen und Abstandsgrün. Die 2024 fertiggestellten Gebäude schaffen dank ihrer
präzisen Setzung zwei grosszügige Höfe, die mit der Monotonie der Vorstadt
brechen. Die sorgfältig gegliederten Baukörper verfügen mit einem Hochparterre
zur Strasse hin über ein städtisches Element und verbinden dieses mittels eines
Gartenaustritts zum üppig begrünten Hof mit den Vorzügen des ländlichen
Wohnens. Filigrane Balkontürme und stehende Fenster betonen die Vertikalität
des urbanen Bauens. Die als Mehrspänner organisierten Treppenhäuser liegen wie
Gelenke an den Schnittstellen zwischen den Gebäudeteilen. Die Wohnungen betritt
man über ein Entrée, das den Nachtbereich mit dem Tagesbereich verbindet.
Letzterer wird durch eine Eckloggia in Wohn- und Essbereich zoniert. Dank seiner
abgewinkelten, körperhaften Volumina mit typologischer Diversität kommt das
Lerchenfeld einer organisch gewachsenen, offenen Blockrandstruktur nahe. Diese
urbane Typologie baut über den eigenen Parzellenrand hinaus räumliche Bezüge
auf und ist der gemeinsamen Stadtwerdung des Glatttals verpflichtet, ohne dabei
dessen ländliche Wurzeln aufzugeben.
