R2A architectes: Two Horizons House - best architects 27

R2A architectes

Two Horizons House

best architects 27

Wohnungsbau/Einfamilienhäuser

Ort

Bramois, Schweiz

Studio

www.r2a.ch

Foto

Dylan Perrenoud

Beschreibung

Bei dem Projekt handelt es sich um ein Wohnhaus, in dem zwei separate Wohnungen für zwei eigenständige Lebenswelten Platz finden. Hier gibt es keine gemeinsamen Erschliessungsbereiche und keine aufgezwungene Nähe. Das Treppenhaus bleibt unbeheizt, die Gebäudehülle ist auf ein Minimum reduziert. In der unteren Wohnung, die im Souterrain angeordnet ist, geht der Blick direkt in die Vegetation, wodurch der Wandel der Jahreszeiten unmittelbar erlebbar wird. Diese Versenkung schafft eine selbstverständliche Intimität. Im Obergeschoss ist die Situation genau umgekehrt. Die Wohnebene tritt zurück, der Blick öffnet sich zur Umgebung hin. Zwei verwandte Typologien, zwei Raumerfahrungen, die sich ergänzen: die eine geerdet, die andere nach aussen strebend. Die Räume sind um einen zentralen Versorgungskern angeordnet, der sämtliche technische Komponenten aufnimmt. Durch die Konzentration aller dienenden Funktionen in diesem Kern kann der übrige Raum frei und flexibel genutzt werden: Der Grundriss entwickelt sich von ihm nach aussen hin. Die Räume sind an der Fassade angeordnet, die Setzung der Fenster orientiert sich dabei an den Blickachsen in der Umgebung. Der konstruktive Aufbau ist klar und deutlich ablesbar. Zwei Deckenplatten lagern auf aussen angeordneten umlaufenden Metallstützen und auf dem massiven Betonkern, der sowohl die Stabilität des Gebäudes gewährleistet als auch die Haustechnik aufnimmt. Um diese tragende Struktur werden leichte Fassadenelemente angefügt. Der Beton bleibt unverkleidet, in seiner ganzen konstruktiven Ehrlichkeit. Im Innenraum tritt er in einen Dialog mit Eichenholz. Der Beton verleiht dem Haus Masse und Beständigkeit, die Eiche Wärme und Wohnlichkeit. Aussen wird die Konstruktion von einer robusten Aussenhaut umspannt. Die Metallelemente reflektieren das Licht auf dezente Weise, während die Fassadenbekleidung die Schichtung der Deckenplatten transparent macht.