
Jaeger Koechlin
Auf dem Hummel
best architects 27
Wohnungsbau/Einfamilienhäuser
Ort
Basel, Schweiz
Studio
Foto
Federico Farinatti
Beschreibung
Das Projekt transformiert das südliche Ende eines
Reihenhausensembles aus dem Jahr 1929 und entwickelt dessen Typologie
zeitgemäss weiter. Der Ersatzneubau übernimmt Körnung, Fassadenflucht und den
durchlässigen Grünraum und stärkt so die kollektive Identität. Durch eine
präzise Überhöhung wird der Abschluss als adressbildendes Element akzentuiert. Der
dreigeschossige Holzbau mit minimalem Massivanteil interpretiert das
Reiheneckhaus als ressourcenschonende Wohnform. Die Realisierung innerhalb
eines engen Kostenrahmens bei gleichzeitig hoher räumlicher und konstruktiver
Qualität basiert auf integraler Planung und konsequenter Reduktion der Mittel.
Das schmale, tief entwickelte Volumen reagiert auf die Parzellenlogik. Ein
offenes Erdgeschoss verwebt Innen- und Aussenraum, während die Obergeschosse
differenzierte, flexibel nutzbare Raumsequenzen ausbilden. Grosszügige
Raumhöhen und präzise gesetzte Öffnungen erzeugen räumliche Dichte bei
minimalem Flächenverbrauch. Die Fassade übersetzt die Typologie in eine
eigenständige architektonische Sprache: differenziert geschichtet, massstäblich
gebrochen und als filigrane Holzstruktur ausgebildet. Das Projekt folgt dem
Prinzip des einfachen Bauens: reduzierte Konstruktion, minimale
Schichtaufbauten und unverkleidete Materialien. Der Rohbau dient als
Oberfläche. Die sichtbare Wärmepumpe auf dem Dach macht den Wandel zu
nachhaltigen Energieträgern architektonisch lesbar.
