
Michael Meier und Marius Hug Architekten
Zollstrasse Zürich
best architects 27
Umbauten & Erweiterungen
Ort
Zürich, Schweiz
Studio
Foto
Roman Keller
Beschreibung
Die Gebäude Zollstrasse 20/36 wurden 1984 für die Bank Leu
errichtet und standen früher prominent an der Weite des Gleisfeldes. Nun werden
sie durch die Neubauten der kleinen Europaallee in die zweite Reihe
zurückversetzt. Entsprechend der neuen städtebaulichen Disposition entlang der
wichtigen Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Industriequartier werden die
Liegenschaften, die 2012 vom Kanton Zürich erworben wurden, im Zuge einer
Instandsetzung zu einer die Strasse begleitenden Fassadenfigur umgestaltet und
zu flexiblen Büroräumlichkeiten umgebaut. Auf den Wettbewerb von 2017 folgten
die Planung, die Ausführung und schliessllich, im Jahr 2025, der Bezug. Als
Rochadefläche für die Büros der kantonalen Behörden vorgesehen, haben die
Räumlichkeiten hohen Ansprüchen bezüglich Raumaufteilung und Nutzungsflexibilität
zu genügen. Entsprechend weit ist die Nutzungsvielfalt und eng das damit
einhergehende Gebäuderaster. Sowohl im Grundriss als auch in der Gliederung der
Fassade wird diese zentrale Anforderung an das Gebäude ablesbar. Während die
Innenräume um einen Infrastrukturkern angeordnet sind, um unterschiedliche
Zonierungen entlang der Fassade zu ermöglichen, bildet diese mit Lisenen aus
Aluminium die innenräumliche Gliederung als vertikales Element ab. Analog zu einem
eleganten schwarzen Kleid hüllen sich die Brüstungen in Palissandro Nero. Dieser
zeigt sich flächig poliert, um ein horizontales Gleichgewicht zu den Lisenen zu
schaffen, zugleich wirkt er durch die gefrästen und profilierten Bereiche
spielerisch, leicht und beinahe textil.
