
Penzel Valier
Rechenzentrum ETH Zürich
best architects 27
Infrastrukturbauten
Ort
Zürich, Schweiz
Studio
Foto
Bruno Augsburger
Beschreibung
Das neue Rechenzentrum der ETH Zürich (HRZ) bildet als
Kopfbau die markante Adresse der Gebäudegruppe HEZ auf dem Campus Hönggerberg.
Dieses Ensemble aus Infrastrukturgebäuden – Kesselhaus, Pumpenhaus,
Rückkühlwerk, Hilfsbetriebsgebäude und HRZ – ist eng mit der parkartigen
Umgebung verzahnt und fungiert an der Schnittstelle zwischen Campus und
Wohngebiet als Kraftblock. Die innovative Konstruktion des HRZ basiert auf
vertikalen Betonwänden und horizontal eingehängten Tragstrukturen aus Holz. Mit
den Betonwänden entstand eine höchst materialoptimierte, dünne und
witterungsbeständige Hülle, über die ein Teil der anfallenden Wärme direkt ins
Freie abgeführt wird. Da an den aufgehenden Wänden keine Betondecken angeschlossen werden mussten, konnte eine Kletterschalung eingesetzt werden. Über ein eigens entwickeltes System aus Bindstellen und Distanzhaltern aus Zinkdruckguss bleibt der Entstehungsprozess der Wände im fertigen Bauwerk sichtbar. Die Decken werden je nach Belastung als Balken
oder Sprengwerke ausgeführt, um bei einer Spannweite von 18,70 Meter eine
Flächenlast aus den Servern von 2 Tonnen pro Quadratmeter stützenfrei abtragen
zu können. Die freie Einteilbarkeit der Serverräume sichert langfristig die
Anpassbarkeit des Layouts. Massivholz, Brettschichtholz und
Furnierschichtelemente wurden entsprechend ihrer Beanspruchung differenziert
eingesetzt und bilden ein optimiertes Holz-Holz-Hybridsystem. Aussen zeichnet
sich die innere Ordnung und Materialisierung durch die Köpfe der Holzträger ab,
welche die tragenden Wände durchdringen.
