
Masswerk Architekten
Sekundarstufenzentrum Burghalde Baden
Beschreibung
In der Schulanlage nahe der Altstadt Badens werden über tausend
Schülerinnen und Schüler der Bezirks-, Sekundar- und Realschule unterrichtet.
Sie befindet sich in einer historischen Parkanlage mit wertvoller Bausubstanz
(Villa Burghalde, Karl Moser, 1904 / Schulgebäude Burghalde 1, Otto Dorer,
1930). Zwei neue Baukörper flankieren den terrassierten Aussenraum und
ermöglichen so, den ursprünglich grosszügig gestalteten Park von Evariste
Mertens wiederherzustellen und für die Schule nutzbar zu machen. Geschnittene
Hecken und Spaliere an den topografiebedingten Stützmauern formen einen
Grünraum, welcher zu einem intensiv erlebbaren Ort der Begegnung und einer Oase
der Erholung wird. Auf der Zugangsebene vor dem Gebäude Burghalde 1 liegt die zweigeschossige
Mensa mit Pausenhalle, Aula und Mediathek, die die öffentlichen Funktionen
bündelt. Der durch Oberlichter erhellte Raum bildet das Herz der Anlage,
verkörpert die Idee der «Schule unter einem Dach». Die Raumkonzeption folgt dem
Leitgedanken «Das Haus als Weg und Platz» von Josef Frank: Erschliessungszonen
werden zu lebendigen Sequenzen, in denen Bewegung, Aufenthalt und Austausch
ineinander übergehen. Wege weiten sich auf zu Clustern und Plätzen, Nischen
bieten Rückzug, Sichtbezüge schaffen Orientierung: ein fein abgestuftes Gefüge
für gemeinschaftliches und individuelles Lernen. Das Klinkermauerwerk ergänzt
Putz und Naturstein der Bestandsbauten. Die Innenräume greifen Motive der
frühen Moderne aus dem Dorer-Bau auf. Sie erzeugen eine Atmosphäre, die
Konzentration ebenso wie Begegnung fördert.
