
Hermansson Hiller Lundberg Arkitekter
Haus Sickla
best architects 27
Wohnungsbau/Einfamilienhäuser
Ort
Stockholm, Schweden
Studio
Foto
Johan Dehlin
Beschreibung
Das neue Einfamilienhaus
befindet sich in einem Stockholmer Villenviertel mit heterogener Bebauung, einer
Gegend, die von markanten Granitfelsen und altem Baumbestand geprägt ist. Das
Grundstück mit seiner ungewöhnlichen Form und seinen massiven
Niveauunterschieden war die letzte unbebaute Parzelle in dieser Gegend. In Kombination
mit den örtlichen Bauvorschriften stellten die topografischen Gegebenheiten
eine Herausforderung dar, was einen ungewöhnlichen Grundriss zur Folge hatte. Das
Haus erstreckt sich über drei Geschosse, von denen zwei als Souterrains ausgebildet
sind. Das Hauptgeschoss mit Küche, Ess- und Wohnbereich wird direkt von der
Straße aus erschlossen. Im darunter befindlichen ersten Souterrain-Geschoss
sind sämtliche Schlafzimmer angeordnet. Das Geschoss unter diesem nimmt die über
einen Autoaufzug erreichbare Garage und einen Home-Office-Bereich auf. Eine
zentrale Treppe, die bis hinauf zur Dachterrasse führt, verbindet alle Ebenen
miteinander. Das Haus wurde aus vorgefertigten Betonplatten errichtet, um auf
dem schmalen und steilen Grundstück den Bau zu ermöglichen. Die Fassaden wurden
dann mit dunklem Holz verkleidet. Ein Großteil der Fassaden wirkt eher verschlossen,
was eine Reaktion auf die Nähe der Nachbargebäude und der Erschließungsstraße
ist, und lediglich die dem Wasser zugewandte Fassade öffnet sich etwas stärker.
Herausfordernd an dem Projekt waren weniger die praktischen Anforderungen als
vielmehr der Versuch, dem Gebäude einen ruhigen und harmonischen Charakter zu verleihen.
Ziel war es, Schwieriges gar nicht sichtbar werden zu lassen, sondern den neuen
Nachbarn mit einer mühelosen Eleganz auszustatten – wie sie in Italien unter
dem Begriff «sprezzatura» bekannt ist.
