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Rote Emma
best architects 27
Wohnungsbau/Mehrfamilienhäuser
Ort
Wien, Österreich
Foto
tschinkersten fotografie
Beschreibung
Die Rote Emma ist eine Erdäpfelsorte. Angelehnt an seine
rotschalige Namensgeberin, die hier einst kultiviert wurde, legt das
Wohnquartier sein Hauptaugenmerk auf regionale und soziale Verwurzelung. Im
Schaffen von alltagsgerechter Wohnqualität basiert das Konzept auf drei
Kernideen: Erstens erhalten Wohneinheiten eine längere Fassade mit einem
zusätzlichen Fenster, wodurch im Inneren ein flexibel nutzbares Bonuszimmer
eingezogen werden kann. Zweitens werden Balkone als vollwertige Außenräume
ausgebaut, die durch Windschutzwand und Pflanztrog den Wohnraum erweitern.
Drittens werden im Erdgeschoss Räume geschaffen, die durch kulturelle, soziale
und kommerzielle Angebote zum urbanen Leben beitragen. Neben Einrichtungen wie
der Volkshochschule Donaustadt, einem Kindergarten, einem Gemeinschaftsraum
sowie einem Blumen- und Gemüsegeschäft bietet die vier Meter hohe Sockelzone
auch gemeinschaftliche Räume mit Waschgelegenheit und Freiflächenbezug. In den Obergeschossen
befinden sich Kinderwagenräume und Coworking-Spaces. Ganz oben gibt es allgemein
zugängliche Dachgärten, die sich in Typologie und Nutzung an der lokalen
Landwirtschaft orientieren und die verbaute Fläche als Grünraum ausgleichen.
Pergolen mit Photovoltaikanlagen bieten Witterungsschutz und Möglichkeiten zum
Gärtnern: Die Ernte kann im Erdgeschoss sozial nachhaltig verkauft werden. Für
den Entwurf der Häuser – Hybridkonstruktionen mit Außenwänden aus Holz – waren
ressourcenschonende Prinzipien und das Konzept der Kreislaufwirtschaft leitend.
