Lehmann, Tabillion & Castorph Architektur Stadtplanung: ERCO × JUNG Showroom im Ledigenheim München - best architects 27

Lehmann, Tabillion & Castorph Architektur Stadtplanung

ERCO × JUNG Showroom im Ledigenheim München

best architects 27

Innenausbau

Ort

München, Deutschland

Studio

www.ltundc.de

Foto

Michael Heinrich

Beschreibung

Im denkmalgeschützten Ledigenheim – einem seltenen Zeugnis der Münchner Moderne – eröffnete der gemeinsame Showroom von ERCO und JUNG. Die gewerbliche Nutzung des Sockelgeschosses war bereits im ursprünglichen Entwurf des Architekten Theodor Fischer angelegt, sie trägt zur Querfinanzierung der günstigen Wohnungen in den oberen Geschossen bei und verankert das Gebäude im Viertel. Nach Auszug der Bank – der Mieterin seit Eröffnung des Gebäudes 1927 – wurde das in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege entwickelte Konzept umgesetzt, die ursprüngliche Raumstruktur freizulegen und den Bestand respektvoll fortzuschreiben. Weiße Wände, zurückhaltende Einbauten und ein neuer Terrazzo-Boden zitieren die Entstehungszeit. Die Gestaltung des Showrooms vereint die Identitäten der beiden Marken in einem schlüssigen Gesamtkonzept: Der Eingang öffnet sich als Café- und Loungebereich, während sich der Mock-up-Bereich mit einem raumgreifenden Vorhang verdunkeln lässt, um Lichtstimmungen erlebbar zu machen und als Bühne für Veranstaltungen zu dienen. Die Beleuchtung folgt dem Leitsatz von ERCO – «Licht statt Leuchten» – und inszeniert die Produktwelt und den raumhohen Setzkasten fast museal. Im Treppenabgang steigt man hinab in eine bayerische Landschaft, bestehend aus den Piktogrammen des Kurorts Isny von Otl Aicher, der bis heute für die Identität von ERCO prägend ist. Seinen Höhepunkt findet das Untergeschoss in einem Relikt des früheren Mieters – dem Tresor, heute neu interpretiert als Schatzkammer der Produkte von ERCO und JUNG.