
Therese Strohe Michael Ullrich Architekten
Gut Hellersdorf, Haus 13
best architects 27
Gewerbe- & Industriebauten
Ort
Berlin, Deutschland
Studio
Foto
Till Schuster
Beschreibung
Das neu errichtete zweigeschossige Werkstattgebäude ergänzt
das vorhandene Ensemble historischer Gebäude und bildet den Übergang zu einer viergeschossigen
neuen Wohnbebauung. In Kubatur und Erscheinungsbild orientiert sich der
Baukörper an den Scheunen und Speichern des Gutes und greift mit einem massiven
Sockelgeschoss und einem auskragenden Holzdach Motive landwirtschaftlicher
Bauweisen auf. Gebäudeform und einfache Materialität ermöglichen eine
städtebaulich rücksichtsvolle Einfügung mit einer eigenständigen Präsenz im
Ensemble. Das Sockelgeschoss wurde in Ziegelbauweise mit einem Vormauerwerk aus
Kohlebrandklinkern errichtet. Stahl-Beton-Verbundstützen und -träger wurden mit
Hochlochziegeln ausgefacht. Die Betonbauteile bestehen überwiegend aus
Recyclingbeton. Die unverputzten Sichtmauerwerksflächen unterstreichen die
Robustheit und Langlebigkeit des Gebäudes. Das Obergeschoss ist als leichter
Holzbau aus vorgefertigten Holztafelwänden und Brettsperrholzelementen
ausgeführt. Der weit auskragende Dachüberstand schützt die unbehandelte
Lärchenholzfassade und sorgt für Verschattung im Sommer. Die Konstruktion folgt
den Prinzipien des zirkulären Bauens: Trennbarkeit, Demontierbarkeit und
Wiederverwendbarkeit wurden von Beginn an mitgedacht. Die technischen
Installationen sind sichtbar in Aufputzmontage ausgeführt. Das Gebäude schafft
flexible Gewerbeflächen, die auch von bisher bereits ortsansässigen Akteurinnen
und Akteuren genutzt werden – unter anderem einer Kfz-Werkstatt und einer
Jugendeinrichtung.
