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Cinéma Capitole
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Umbauten & Erweiterungen
Ort
Lausanne, Schweiz
Studio
Foto
Daniel Furrer
Beschreibung
Das grösste Kino der Schweiz wird zum «Maison du Cinéma»
Das 1928 erbaute und in den 1950er-Jahren renovierte Cinéma
Capitole ist der grösste noch in Betrieb befindliche Kinosaal der Schweiz. Dank
der Hartnäckigkeit der «Petite Dame du Capitole», Lucienne Schnegg, konnte
dieser wichtige Zeitzeuge aus der goldenen Ära des Kinos erhalten werden. Nach
dem Kauf des Capitole durch die Stadt Lausanne verfolgte das 2015 gestartete
Projekt zwei Hauptziele: die historische Substanz wiederherzustellen und einen
zweiten Saal zu schaffen, der aufgrund der Übernahme des Kinos durch die
Cinémathèque Suisse notwendig wurde. Das historische Gebäude, in dem die
Architektur aus den 1920er- und den 1950er-Jahren auf aussergewöhnliche Weise zueinander
in Beziehung tritt, wurde um eine unterirdische Erweiterung ergänzt. Diese
beiden scheinbar sehr unterschiedlichen Teile sind jedoch eng miteinander
verbunden. Die Setzung des neuen Saals wurde von denkmalpflegerischen,
statischen und städtebaulichen Zwängen bestimmt. Die neuen Volumen stellen
räumliche Beziehungen zwischen den verschiedenen bereits bestehenden historischen
Teilen her und erhöhen gleichzeitig die Flexibilität in der Nutzung. Die neue
Architektur setzt weder auf erzwungene Kontraste noch auf Mimesis und ist so
konzipiert, dass sie sich in die beiden bereits bestehenden Epochen einfügt.
Die Erweiterung agiert als Bindeglied, sowohl in räumlicher Hinsicht als auch
in Bezug auf den architektonischen Ausdruck.

