architecum: Cinéma Capitole - best architects 26

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Cinéma Capitole

best architects 26

Umbauten & Erweiterungen

Ort

Lausanne, Schweiz

Foto

Daniel Furrer

Beschreibung

Das grösste Kino der Schweiz wird zum «Maison du Cinéma»

Das 1928 erbaute und in den 1950er-Jahren renovierte Cinéma Capitole ist der grösste noch in Betrieb befindliche Kinosaal der Schweiz. Dank der Hartnäckigkeit der «Petite Dame du Capitole», Lucienne Schnegg, konnte dieser wichtige Zeitzeuge aus der goldenen Ära des Kinos erhalten werden. Nach dem Kauf des Capitole durch die Stadt Lausanne verfolgte das 2015 gestartete Projekt zwei Hauptziele: die historische Substanz wiederherzustellen und einen zweiten Saal zu schaffen, der aufgrund der Übernahme des Kinos durch die Cinémathèque Suisse notwendig wurde. Das historische Gebäude, in dem die Architektur aus den 1920er- und den 1950er-Jahren auf aussergewöhnliche Weise zueinander in Beziehung tritt, wurde um eine unterirdische Erweiterung ergänzt. Diese beiden scheinbar sehr unterschiedlichen Teile sind jedoch eng miteinander verbunden. Die Setzung des neuen Saals wurde von denkmalpflegerischen, statischen und städtebaulichen Zwängen bestimmt. Die neuen Volumen stellen räumliche Beziehungen zwischen den verschiedenen bereits bestehenden historischen Teilen her und erhöhen gleichzeitig die Flexibilität in der Nutzung. Die neue Architektur setzt weder auf erzwungene Kontraste noch auf Mimesis und ist so konzipiert, dass sie sich in die beiden bereits bestehenden Epochen einfügt. Die Erweiterung agiert als Bindeglied, sowohl in räumlicher Hinsicht als auch in Bezug auf den architektonischen Ausdruck.