Weyell Zipse Architekten
Schulanlage Guggach
best architects 26
Bildungsbauten
Ort
Zürich, Schweiz
Studio
Foto
Daisuke Hirabayashi
Beschreibung
Das Herzstück der Schulanlage ist das Foyer – eine unbeheizte
Zwischenklimazone, die sich flexibel den Jahreszeiten anpasst. Im Sommer offen
und im Winter geschlossen, kann sein Klima mit handbetriebenen Schiebetoren
gesteuert werden. Das Foyer öffnet sich zum Quartierpark – ähnlich einer
grossen Bühne. Hier starten die Kinder ihren Tag mit Singen am Montagmorgen,
lernen in den Freiluftklassenzimmern und geniessen ihre Pausen im Freien. Auch
das aus dem Gewächshausbau stammende Dach lässt sich öffnen. In Kombination mit
Nachstromöffnungen und der Energie der Sonne können die Nutzer das Raumklima
aktiv beeinflussen. So variiert die Atmosphäre je nach Wetterlage: Mal wird aus
einem Aussenraum ein Innenraum, mal aus einem Innenraum ein Aussenraum – oder
etwas dazwischen. Das dreigeschossige Atrium des Foyers bietet «Räume für
Möglichkeiten», die zur freien Verfügung stehen und deren Nutzung immer wieder
neu verhandelt und gestaltet werden kann. Da das Foyer ausserhalb des
Dämmperimeters liegt, konnte es kostengünstig realisiert werden. Weder das
Atrium noch die Aussenklassenzimmer waren im Raumprogramm und Budget
vorgesehen. Somit musste im Rest des Gebäudes gespart werden. Das Schulhaus ist
entsprechend sachlich und rational konstruiert. Stützen, Träger und Decken
bestehen aus industriell vorgefertigten Bauteilen. Der Skelettbau ruht auf
einem unterirdischen Sockel mit einer Doppelsporthalle. Ein zweigeschossiger
Zuschauerbereich schafft eine Schnittfigur, die Tageslicht in die Sporthalle
leitet.

