Studio Gugger: Wohnüberbauung Hirtenweg - best architects 26

Studio Gugger

Wohnüberbauung Hirtenweg

best architects 26

Wohnungsbau/Mehrfamilienhäuser

Ort

Basel, Schweiz

Foto

Daisuke Hirabayashi

Beschreibung

Mit den Neubauten am Hirtenweg werden vorgefundene Qualitäten – die Massstäblichkeit der Wohnbebauung, das durchgrünte Umfeld und die Annehmlichkeiten der Nachbarschaft – in eine neue, dichtere Struktur überführt und darin weiterentwickelt. Die Setzung der vier Bauten ergibt sich aus der Überschneidung von Abstandsflächen, dem Erhalt prägender Baumgruppen, der optimalen Ausrichtung der Wohnungen, einer rationalen Erschliessungstypologie, der Nutzung bestehender Untergeschosse und der notwendigen Etappierung. Durch die Ausbildung eines leichten Hochparterres sind die Gebäude jeweils von ihrer Umgebung abgehoben. Erschlossen werden sie durch ein offenes Treppenhaus und Arkaden. Die Fensterfront zu den Arkaden kann von den Bewohnern verändert und entsprechend mehr oder minder offen gestaltet werden. Der Einblick von den Arkaden aus reicht einzig in die Tiefe des ersten Raumes, während der eigentliche Wohnbereich mit Loggia um eine Achse versetzt angeordnet und damit nicht einsehbar ist. Trotz der sehr kompakt organisierten Grundrisse schaffen diagonale Sichtbezüge räumliche Grosszügigkeit und einen intensiven Austausch mit dem Aussenraum. Die Fassade übersetzt die Gebäudestruktur in ein filigranes und doch wirtschaftliches Raster. Die Abrundung der Stützen, eine Referenz an Säulenkapitelle, verleiht dem Gebäude im Zusammenspiel mit der kräftigen Farbgebung eine starke Identität. Um den Energieverbrauch gering zu halten, wurden kompakte Volumen mit außenliegenden unbeheizten Erschließungsflächen entwickelt. Balkone und Arkaden dienen nicht nur als Wohnbereiche, sondern auch als passiver Sonnenschutz. Um ein Höchstmaß an Nachhaltigkeit zu erreichen und den Bau möglichst schnell umzusetzen, wurden vorgefertigte modulare Holzstrukturen mit eingebauter Schalldämmung und vormontierten technischen Installationen eingesetzt, die auf den Betonsockeln montiert wurden. Die Betontreppenhäuser dienen auch der Aussteifung der Gebäude.