Schmid Schärer Architekten
Schulraumerweiterung mit Einfachturnhalle Lufingen
best architects 26
Bildungsbauten
Ort
Lufingen, Schweiz
Studio
Foto
Jason Klimatsas
Beschreibung
Die Schulanlage in Lufingen stammt ursprünglich aus den
1960er-Jahren und wurde 2013 bereits einmal erweitert. Damals entstand ein
mäandrierendes Gebäudeensemble, das sich – umgeben von Agrarland – harmonisch
in den Hang einfügt. Der architektonische Ausdruck des damals mit dem Betonpreis
2013 ausgezeichneten Baus ist zeitlos und fügt sich gut in das bestehende
denkmalgeschützte Ensemble ein. In dieser Architektursprache führten wir nun
die Erweiterung des Klassenzimmertrakts um vier weitere Räume fort. Am Ende des
Mäanders ergänzten wir das Ensemble zudem um eine neue Turnhalle in
Holzbauweise. Ihre äußere Gestaltung nimmt Bezug auf den Bestand sowie auf die
landwirtschaftlich geprägte Umgebung mit ihren Gewächshäusern. Grüne
Holzlisenen vor der Polycarbonatfassade setzen den Rhythmus der Betonsäulen
fort. Die transluzenten Rodeca-Lichtbauelemente erinnern in ihrer Anmutung an
die Glasbausteinfassade der denkmalgeschützten Turnhalle am anderen Ende des
Mäanders. Die Paneele sind 60 Millimeter dick, 500 Millimeter breit und 5 Meter
hoch – und so leicht, dass sie von einer Person allein getragen werden können.
Dabei erreichen sie einen U-Wert von 0,7. Im Vergleich zu einer Glasfassade mit
Aluminiumprofilen konnten wir so eine CO₂-Reduktion von knapp zwei Dritteln
erzielen. Ein weiterer Vorteil der transluzenten Fassade ist der diffuse
Tageslichteinfall: Es entsteht keine Blendwirkung, sodass kein zusätzlicher
Sonnenschutz erforderlich ist und die Tageslichtnutzung uneingeschränkt möglich
bleibt.

