Piertzovanis Toews
Erika und Willis Scheune
best architects 26
Umbauten & Erweiterungen
Ort
Albisheim, Deutschland
Studio
Foto
Zsigmond Toth
Beschreibung
Der eigenhändige Umbau einer denkmalgeschützten Scheune wurde
für die Bauherrschaft und die Architekten zu einer ebenso spannenden wie
lohnenden gemeinsamen Reise über mehrere Jahre. Mitten in einem zwischen
Weinbergen gelegenen Dorf in der Pfalz ist die Scheune in ein altes
Mühlen-Ensemble aus dem 18. Jahrhundert hineingewachsen. Dicke
Bruchsteinmauern, Fachwerk und Lehmziegel charakterisieren das Haus. An den
beiden entfernten Enden der L-förmigen Scheune finden die Schlafräume Platz.
Der Raum dazwischen, das alte Heulager, behält seine seltsamen Höhenversprünge
und den krummen Dachstuhl. Er wird neu geprägt durch vier verschiedenfarbige
Häuser im Haus: die Loggia, die sich im Inneren wie ein Glashaus abzeichnet,
deren Innenraum aber zum Aussenraum gehört, die grüne Küche auf der abgesenkten
Ebene, das hellrote Treppen-Haus und den gläsernen Abgang in den Hof. Licht
erfüllt den Raum hauptsächlich über das neue gebäudelange Oberlicht. Auf der
Innenseite der bestehenden Öffnungen geben übergrosse Fenster nicht nur den
Blick nach draussen frei. Sie sorgen auch dafür, dass das grobe alte Mauerwerk
im Inneren sichtbar bleibt. Die Arbeiten wurden nach minutiös vorbereiteten
illustrierten Bauanleitungen und grösstenteils in Eigenleistung ausgeführt. Das
Projekt zelebriert das Hand-Werk, dessen Unebenheiten und Riefen es hervorhebt,
geformt durch Zeit und Hände.

