Mathis & Kamplade Architekten: Wohnen am Kelchweg - best architects 26 in gold

Mathis & Kamplade Architekten

Wohnen am Kelchweg

best architects 26 in gold

Wohnungsbau/Mehrfamilienhäuser

Ort

Zürich, Schweiz

Foto

Seraina Wirz

Beschreibung

Am Zürcher Kelchweg entstehen zwei genossenschaftliche Punkthäuser, die 2019 als Sieger aus dem städtischen Wettbewerb hervorgegangen sind. Die Gebäude fügen sich in ein durchgrüntes Quartier in direkter Nachbarschaft zum geschützten Ortsmuseum und dem grossmassstäblichen Hallenbad Altstetten. Ihre zueinander gedrehte Anordnung und ihre gegeneinander versetzten Balkone schaffen einen Dialog zwischen den Baukörpern und binden bestehende Aussenräume des Quartiers ein. Die Häuser sind als Holzskelett mit sichtbaren Stützen, Holz-Beton-Verbunddecken und hinterlüfteten Holzfassaden konzipiert. Plastische rote Balkonkonstruktionen akzentuieren die Gebäudeecken. Im Erdgeschoss schaffen gemeinschaftliche Eingänge und Waschküchen lebendige Ankunftsorte. Die Wohnungen folgen einem konzentrischen Grundrissprinzip: Vom Treppenhaus führen Eingangs- und Nasszonen zu Wohn- und Schlafzimmern. Am äussersten Punkt liegt jeweils die Küche, die sich zum Balkon hin öffnet. Bodentiefe Fenstertüren machen diese zu grosszügigen Terrassen – die Küche wird zum sozialen Mittelpunkt. Drehbare Wände ermöglichen flexible Raumkonfigurationen: In geöffnetem Zustand lassen sie einen loftartigen Raum entstehen, in geschlossenem Zustand mehrere Zimmer. Die Wohnungen passen sich wechselnden Lebenssituationen – etwa von Alleinlebenden, Paaren, WGs oder Familien – an. Die Scharniere der Wände sind einfach zu handhaben, die Türen werden mit Magneten fixiert.