MAO architectes
Pradier 18
best architects 26
Wohnungsbau/Mehrfamilienhäuser
Ort
Paris, Frankreich
Studio
Foto
Cyrille Lallement
Beschreibung
Aufgrund der Lage an einer Straßenkreuzung bestand die
größte Herausforderung bei dieser Parzelle darin, einen städtischen Zusammenhang
herzustellen. Die von uns entwickelte straßenseitige Fassade schließt nahtlos an
das Haussmann-Gebäude an der Ecke an und setzt dieses fort, womit sie die
Rhythmen sowohl des Boulevard Bolivar als auch der Rue Pradier aufgreift. Die
Materialisierung folgt einem kontextbezogenen Ansatz. Die Quadersteine aus dem
Pariser Becken (Noyant-Kalkstein) stellen eine unmittelbare Verbindung zum Bestand
her und wirken sich aufgrund ihrer lokalen Herkunft zugleich positiv auf die CO₂-Bilanz
aus. Hofseitig kommen mit dem Holztragwerk und der Verwendung von Hanfbeton
traditionelle Bautechniken zum Einsatz. Die Fassade ist zur Straße hin mit
massivem Stein und zum Garten hin mit Kalkputz verkleidet. In Verbindung mit der
Hanfbetondämmung bildet sie eine atmungsaktive Hülle aus. Die Volumetrie trägt
dazu bei, die Proportionen und Blickbezüge im Inneren des Blocks weitestgehend zu
erhalten. Trotz der kompakten Bauweise sind die Wohnungen hell, mehrseitig
orientiert und ergonomisch gestaltet. Die Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss bieten
Zugang zum Garten. Unter einem leichten Dach auf einem Holztragwerk, das in die
bestehenden Kalksteinmauern eingefügt wurde, finden Fahrräder und anderen Kleinfahrzeuge
Platz. Die Konstruktion des Baus basiert auf einer Kombination aus Stein, Holz
und Hanfbeton, was den CO₂-Fußabdruck gering hält. Beton kommt nur in den Fußböden
und den Stützen zum Einsatz, Durch die Verwendung von vorgefertigten Bauteilen konnte
in einer räumlich beschränkten Parzelle eine nachbarschaftsfreundliche Baustelle
mit geringer Geräuschentwicklung realisiert werden.

