Kast Kaeppeli Architekten
Volksschule Enge
best architects 26
Umbauten & Erweiterungen
Ort
Bern, Schweiz
Studio
Foto
Rolf Siegenthaler
Beschreibung
Nach rund 20 Jahren Fremdvermietung wird die Schulanlage Enge
wieder zur Volksschule. Dabei wurden das 1911 im historisierenden Stil gebaute
Schulhaus und die 1931 im Stil des Neuen Bauens angefügte Turnhalle in
Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege den heutigen baulichen, pädagogischen,
ökologischen und technischen Anforderungen angepasst. Um die bestehende
Bausubstanz und die ursprüngliche Raumstimmung zu bewahren oder
wiederherzustellen, wurde nach ursprünglichem Vorbild weitergebaut. Dabei
wurden die Grenzen zwischen alt und neu bewusst verwischt. Anhand von
Archivplänen wurde der Eingangsbereich der Turnhalle in eine offene Spielhalle
umgebaut, die nun die bisher getrennten Gebäude miteinander verbindet und eine
barrierefreie Erschliessung ermöglicht. Neue Einbauten im Inneren, wie Schränke,
Türen, Trennwände und Decken, wurden zugunsten einer einheitlichen Raumstimmung
nicht klar ablesbar als neue Elemente gestaltet, sondern in handwerklich auf
die Entstehungszeit abgestimmter Optik erstellt. Auch die ursprüngliche
Farbgebung wurde eruiert und an heutige Anforderungen hinsichtlich Helligkeit
in Schulräumen angepasst und mit nicht alltäglichen Farbkombinationen ergänzt.
Wie ein roter Faden in Altrosa schlängelt sich das Kunst-und-Bau-Projekt
«kommunizierende Röhren» durch den Bildungspalast. Durch die präzisen, teils
interpretierenden, teils integrierenden Eingriffe wurde das alte Schulhaus in
sich stimmig, harmonisch, aber auch charakterstark zu neuem Leben erweckt.

