Corinna Menn: Restaurant Caumasee Flims - best architects 26

Corinna Menn

Restaurant Caumasee Flims

best architects 26

Öffentliche Bauten

Ort

Flims, Schweiz

Foto

Ralph Feiner

Beschreibung

Der Caumasee wird seit den Anfängen des alpinen Sommertourismus im frühen 19. Jahrhundert als Kur- und Badesee genutzt. Das neue Restaurant versteht sich im Kontext des Klimawandels als Alternative zum klassischen Wintertourismus. Dem Landschaftsschutz verpflichtet, fügt sich der neue Baukörper in den Saum des Waldes ein und spielt bewusst den Uferraum frei. Mit möglichst kleinem Fußabdruck werden die Nutzungen übereinandergestapelt. Das steile Giebeldach macht den Körper zur ruhenden Form am Waldrand. Über diese Identitätsstiftung hinaus ist der Wald die lokale Materialressource der Baukonstruktion. Das Tragwerk wird den unterschiedlichen Räumen als Stützen- und Scheibenstruktur präzise eingeschrieben. Die aus linearen Elementen gefügte Konstruktion schafft im Innern starke tektonische Räume. Unter einem Dach werden das ganzjährige Restaurant und die Küche gefasst, Hängesäulen und A-Stützen treten als Figuren in den Raum. Das kleinteilige Blindgeschoss für Technik und Lager überträgt die Kräfte auf das Erdgeschoss, wo sich der nur im Sommer geöffnete Selbstbedienungs-Kiosk befindet. Außen erzeugen klapp- und schiebbare Fassadenelemente eine Anpassbarkeit des Baukörpers an den Rhythmus der Jahreszeiten und den sich stark verändernden Betrieb am See. Die mechanische Eigenschaft der Fassade erzeugt eine vermittelnde Schicht zwischen innen und aussen, die Räume im Sommer erweitert und im Winter schrumpft. Die dunkel lasierte Fassade löst den Baukörper vor dem Hintergrund des Waldes auf. Das dünne, wie ein Papier aufgesetzte Aluminiumdach bricht seine Körperhaftigkeit je nach Perspektive und Licht.