Architekt DI Hannes Sampl: Bergkapelle Kendlbruck - best architects 19 in gold
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Architekt DI Hannes Sampl: Bergkapelle Kendlbruck - best architects 19 in gold
Architekt DI Hannes Sampl: Bergkapelle Kendlbruck - best architects 19 in gold

Architekt DI Hannes Sampl

Bergkapelle Kendlbruck

best architects 19 in gold

Sonstige Bauten

Ort

Kendlbruck / Österreich

Foto

Albrecht Imanuel Schnabel

Beschreibung

Die Bergkapelle ist ein Andachtsraum, ein Raum der Kontemplation und des In-sich-Gehens. Sie erhält auf Wunsch der Erbauer ein einfaches liturgisches Programm, entspricht aber keinem konsekrierten Gottesdienstraum im kirchlichen Sinn. Ein Raum zum Innehalten, frei von funktionalen und liturgischen Zwängen, der vieles zulässt. Überbeanspruchte, wenig hinterfragte Symbole und gut gemeinte Gesten werden aus einer kulturästhetischen Grundhaltung betrachtet und bereinigt. Der gebaute Raum soll als Bild interpretiert werden und nicht als Gehäuse, das allenfalls befüllt oder geschmückt wird. Der «reine Raum», die absichtliche Leere, erweckt Spannung und Erwartung als optisches Gegenstück zum akustischen Schweigen.  

»Das Projekt zeigt in herausragender Art und Weise die technische Weiterentwicklung des historischen Blockbaus. Handwerkliche Holzverbindungen werden mit einem hohen technischen Verständnis und einem der Aufgabe und dem Ort entsprechenden ästhetischen Anspruch eindrucksvoll kombiniert. Eine einfache Aufgabe, ein poetisches Ergebnis.« 

(Jury Statement) 

Der einfache rechteckige Grundriss mit steilem Satteldach prägt das Erscheinungsbild der Kapelle: Wände, Boden sowie die Dachkonstruktion werden aus traditionell «verstrickten» Holzprofilen zu einem Blockbau ohne zusätzliche Verbindungsmittel gezimmert. Ein einziger Profilquerschnitt bestimmt dabei die Dimensionen und Proportionen der Kapelle, welche dem Goldenen Schnitt entsprechen. Versetzte Giebelwände beziehungsweise die mit Lamellen verschlagenen Giebeldreiecke vermitteln zwischen Außen- und Innenraum. Sie gewährleisten einerseits die Belichtung des in sich abgeschlossenen Innenraums und dienen andererseits als Filter und Witterungsschutz. Traditionellen Bauweisen entsprechend stammt sämtliches Material aus der unmittelbaren Umgebung und wird so zur Transformation des Ortes selbst. 

geboren 1985 

1999 – 2004 HTL Hallstatt Innenraumgestaltung/Möbelbau 

2004 – 2005 Präsenzdienst 

2005 – 2011 Architekturstudium FH Kärnten Spittal/Drau 

2013 – 2015 Postgraduate Studium «überholz» Kunstuniversität Linz 

2016 Ziviltechnikerprüfung 

Mehrmonatige Auslandsaufenthalte in Italien, Südafrika und den USA 

 

07 bis 12/2007 Architektur Atelier Walter Unterrainer 

04 bis 12/2009 Strobl Architekten 

2008 – 2011 Studentische Assistenz bei Prof. Dr. Peter Nigst – FH Kärnten 

2011 – 2017 LP architektur ZT GmbH 

2012 Publikation «WEITERDENKEN . über das Bauernhaus» 

in Zusammenarbeit mit Peter Nigst, Adolph Stiller und Helmut Dietrich 

seit 2018 Selbstständig als Architekt