Lando Rossmaier Architekten: Haus für junge Menschen - best architects 19

Lando Rossmaier Architekten

Haus für junge Menschen

best architects 19

Wohnungsbau/Mehrfamilienhäuser

Ort

Zug / Schweiz

Foto

Rasmus Norlander

Beschreibung

Im November 1999 brannte ein Wohngebäude in der Zuger Altstadt nieder. Der kürzlich erstellte Ersatzneubau mit zwei Maisonettewohnungen dient nun elf jungen Menschen als Wohnhaus. Das Erdgeschoss samt neu gestaltetem Innenhof wird für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Entstanden ist ein vernakuläres Haus, vielleicht «Architektur ohne Architekten».  

 

Gefragt nach den grössten Schwierigkeiten, denen sich die Architekten bei dem Entwurf ausgesetzt sahen, lautete die Antwort: Vermutlich hätten sie sich selbst als das grösste Hemmnis gesehen. Es war vor allem schwierig, zurückzutreten, die Gestalt zugunsten des Ensembles ruhig und locker zugleich erscheinen zu lassen. Zudem sollte das Haus erst auf den zweiten Blick als zeitgenössischer Baustein zu erkennen sein. Traufständig, geduckt und doch eloquent sollte es an der Ecke stehen, keinesfalls giebelständig, markant, als Abschluss eines Blockrandfragmentes. Es war hier schlicht kein kontrastierender Wurf gefragt, sondern die Integration eines schlichten Bürgerhauses, dessen räumliche, freudvolle Plastizität zwar in Schnitt und Grundriss wirken durfte, sich dabei aber gegenüber den anderen Häusern nicht in den Vordergrund drängen sollte. Das war die Antwort, die städtebaulich, funktional und atmosphärisch in leise Übereinstimmung gebracht werden sollte. Es entstand ein kleines, mitunter verschrobenes, recht baumeisterliches Haus.