Scheitlin Syfrig Architekten

Talstation Dietschibergbahn

best architects 18

Wohnungsbau/Einfamilienhäuser

Ort

Luzern / Schweiz

Foto

Ben Huggler

Beschreibung

66 Jahre fuhren Ausflügler mit der Standseilbahn auf den Dietschiberg. Mit dem Umbau zu einem Wohnhaus ist wieder ein Waggon in die Station eingefahren. Wie die Originale ist er mit Aluminium verkleidet und mit Eichenholz ausgebaut. In ihm befinden sich Zimmer, eine Küche, Bäder und die Haustechnik. Die Station bleibt, wie sie war, nur technisch aufgewertet und renoviert zu einem beheizbaren Wohnzimmer rund um den Wohnwaggon. Das Tor zum Hang öffnet sich zum alten Trassee, das jetzt ein Beet ist.  

 

Die Bahnstation hatte einen schrägen Boden, den Berg hinauf. Die alten Schienen und ein Prellbock sind noch vorhanden, über ihnen liegt heute ein abgetreppter Fußboden aus Terrazzo. In die Außenwand wurden Fenster eingeschnitten, die Licht ins Haus bringen und das Wohnzimmer mit dem Garten verbinden. Die Fenster des Hauptportals wurden durch gleich aussehende, aber dämmende Fenster ersetzt.  

 

Der Waggon ist eine Holzständerkonstruktion, beplankt mit Brettschichtelementen und darauf Kunstharzplatten mit einer Beschichtung aus Aluminium. Die Bauteile sind sehr präzise gefügt, fast ohne Toleranzen, eine handwerklich anspruchsvolle Arbeit. Das frühere Flachdach mit seitlichen Satteldächern wurde gegen ein vereinfachtes neues mit Dachterrasse ausgetauscht.