Arbeitsgemeinschaft Objektplanung Pappelallee, Kleihues + Kleihues, platena + jagusch.architekten

Büro- und Verwaltungsgebäude Pappelallee Potsdam

Foto Stefan Josef Müller

Prämierung

best architects 17

Kategorie

Büro- & Verwaltungsbauten

Ort

Potsdam, Deutschland

Website

www.kleihues.com

Auf einem Baugrundstück an der Pappelallee in Potsdam wurde ein Büro- und Verwaltungsgebäude für die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) und die Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB) entwickelt. Der Baukörper fasst den Straßenraum der Georg-Hermann-Allee, in dem er in einer Flucht mit der nördlich anschließenden Bebauung ausgerichtet ist. Davon abgesehen ist er als frei stehender Solitär konzipiert, der in einen parkartig gestalteten Außenraum mit altem Baumbestand eingebettet ist. Der durch zwei geschlossene Innenhöfe und einen zur Straße geöffneten Eingangshof gegliederte Baukörper vermittelt einen monolithischen Eindruck. Im Erdgeschoss lagert sich ein Konferenzbereich um eine zentrale 2-geschossige Halle, die über eine große »Dachlaterne« von oben belichtet ist. Ohne den Konferenzbetrieb zu tangieren, gelangen die Mitarbeiter über ein zentrales, dem Haupteingang zugeordnetes Treppenhaus in die Bürogeschosse. Fast raumhohe und jeweils zwei oder drei Ausbauraster breite Fensteröffnungen erzeugen ein großzügiges Fassadenbild, das Ausdruck eines offenen und zeitgemäßen Verwaltungsbetriebs ist. Durch die Verwendung eines hellen Muschelkalks wird an die Potsdamer Bautradition angeknüpft. Als quasi abstraktes Bild eines Astwerks vollzieht sich durch das sich geschossweise ändernde Verhältnis von vorne und hinten liegenden Pfeileransichtsflächen ein schrittweiser Übergang von leicht zu schwer. Dieser Logik folgend wird das Sockelgeschoss flächig ausgebildet und über eine Schattenfuge von den Obergeschossen abgesetzt. Während das Erdgeschoss mit Empfang und Konferenzbereichen, Kantine und einem fremd vermieteten Bereich öffentlich zugänglich ist, sind die darüber angeordneten Obergeschosse, die als zweihüftige Bürogeschosse organisiert sind, den Mitarbeitern vorbehalten und nicht öffentlich zugänglich. 

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