Graeme Mann & Patricia Capua Mann

Doppelturnhalle

Prämierung

best architects 09 gold

Kategorie

sonstige

Ort

Borex-Crassier | Schweiz

Foto

Thomas Jantscher

Website

www.mcm-arch.ch

Das vorhandene Schulzentrum, das in den 70er-Jahren für die Bevölkerung der Gemeinden Borex und Crassier, nahe der Stadt Nyon, erbaut wurde, liegt am Rande der Bauzone. Die Erweiterung der bestehenden Sporthalle ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, der einen begrenzten Perimeter definierte, und somit wenig Spielraum ließ. Der Erweiterungsbau präzisiert den Hauptzugang zum Gelände und übernimmt die Linien der bestehenden Turnhalle. Die Ostfassade, die dem Dorf zugewandt ist, profitiert von einer Böschung und passt sich damit den niedrigen Volumen der Nachbarhäuser an. Gegen Westen dagegen ist das Gebäude in seiner ganzen Größe sichtbar und öffnet sich gegen die Landschaft.  

Der starke Bezug gegenüber dem Bestehenden ermöglicht einen gemeinsamen Eingang für den gesamten Komplex. Er führt direkt ins Foyer, das wie ein Balkon über der neuen Halle thront. Von diesem Empfangsraum führt eine Promenade mit verschiedenen Lichtstimmungen zu den Garderoben und Sporthallen. Diese erhalten dank großen verglasten Fensterfronten reichlich Tageslicht und öffnen sich im Panoramaformat auf die Landschaft. Der Durchblick, den die Ausrichtung der Halle nach Außen bietet, wird durch ein statisches Element ermöglicht: ein vorfabriziertes Gittergefüge aus Tannenholz von zweiunddreißig Metern Tragweite. Die Ecke auf Ecke aufeinander geschichteten „Balkengeflechte“ erfüllen gleichzeitig die Funktion tragender Elemente, eines Lichtfilters, und einer Verkleidung der Innenräume. Die Außenhaut seinerseits besteht aus senkrechten Bändern matten Glases und wirkt abstrakt und körperlos. Sie bildet eine schützende Hülle, die in filigraner Art die Tiefe der Konstruktion durchscheinen lässt. 

 

 

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