Stefan Forster

Volta- Ohm- und Galvanistraße

Prämierung

best architects 07

Kategorie

Wohnungsbau

Ort

Frankfurt a.M.

Website

www.stefan-forster-architekten.de

Die Wohnanlage an der Voltastraße, Resultat eines gewonnenen Gutachterverfahrens im Herbst 2001, erinnert an die großen Wiener Wohnhöfe. Die mächtige vier- bis sechsgeschossige Anlage in Form eines langschenkligen U nimmt kalkuliert Anleihen bei der gründerzeitlichen Blockrandbebauung. Die kraftvolle Klinkerfassade, die mit filigranen Geländern kontrastiert, weckt bewusst Assoziationen an die Fabrikarchitektur der Umgebung, die aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts stammt und derzeit nach und nach verschwindet.  

Wenige, aber klar gesetzte Vor- und Rücksprünge, betonte Laibungen und tiefe Dacheinschnitte geben dem Karree eine verhaltene Plastizität. Nicht nur in Bezug auf Erscheinungsbild, sondern auch in Sachen Nutzerfreundlichkeit versucht das Wohnensemble Maßstäbe zu setzen. 15 Wohnungen pro Treppenaufgang, drei Mieteinheiten pro Geschoss sorgen für übersichtliche Größe, gut proportionierte Grundrisse für Flexibilität. Und: Details wie stehende Fenster, Loggien oder Hochparterrewohnungen geben der Anlage eine urbane und noble Anmutung, die im geförderten Wohnungsbau ausgesprochen selten anzutreffen ist.  

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