wulf & partner / Prof. Tobias Wulf / Kai Bierich / Alexander Vohl

adidas Factory Outlet

Prämierung

best architects 07

Kategorie

Sonstige Bauten

Ort

Herzogenaurach

Foto

Roland Halbe

Website

www.wulf-partner.de

Der Entwurf bezieht sich auf den Masterplan von Marc Angélil und will dessen Grundgedanken umsetzen: „Die Dynamik, die in den landschaftlichen Elementen bislang verborgen liegt, wird verwandelt in dynamische Baustrukturen...“ Dabei ist ein dynamisch geschwungener, aber ruhiger und relativ kompakter Baukörper entstanden, der von einer aus dem Gelände entwickelten artifiziellen Topografie durchdrungen wird. Landschaft und Bewegung sind die Katalysatoren des Entwurfs. > Baukörper und Raum > Eine sich aufwölbende „Erdschicht“ enthält Parkpalette und Anlieferung. Über geschwungene Sitzstufen wird ein als Forum ausgebildeter Vorplatz definiert, der sich ins Innere des Gebäudes zieht und von einer Galeriekante aufgefangen wird. Der bumerangförmige Baukörper scheint rotieren zu wollen und wird durch einen leuchtenden Kern am Ort fixiert. Dieser durchstößt als Turm das Dach und dient als Werbeträger sowie Leinwand für Projektionen. Er ist ganz mit Stoff bespannt.  

Die Fassade aus Industrieglas folgt den geschwungenen, spiralförmig ansteigenden Deckenkanten unauffällig. Sie ist zweischalig, innen und außen glatt und profillos ausgebildet.  

Designkonzept: Architektur und Design sind eng miteinander verbunden und wurden im Dialog entwickelt. Es wurde ein umfassendes Leitsystem entwickelt, das nahezu alle Bereiche, Orte und Wege umfasst. Formal und inhaltlich ist ein starker Bezug zum Thema Sport gegeben, gleichzeitig wurde dem Aspekt des „Brandings“ der Marke adidas Rechnung getragen. Die Momenthaftigkeit von Sportereignissen wurde im Designkonzept thematisiert und taucht als Corporate Design im Parkhaus ebenso auf wie im Outlet Center, auf dem Vorplatz und in den Freianlagen. Verschiedene mediale Bespielungen des Gebäudes vermitteln den Eindruck von sportlich geprägter Dynamik und ergänzen so die Konzeption der Architektur. Der Turm wird pulsierend beleuchtet, im Foyer sind visuelle und akustische Medienträger installiert, die gleichzeitig als Lichtobjekte die Dynamik des Innenraumes unterstützen. Sondermöbel wie Bar, Internetplätze und Kassentheken sind als dynamisch verformte Blöcke gestaltet. Das Gebäude ist im Jahr 2003 innerhalb von neun Monaten errichtet worden. 

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