Daniele Marques

Schulhaus Villa Thérèse

Prämierung

best architects 07

Kategorie

Sonstige Bauten

Ort

Fribourg | Schweiz

Website

www.marques.ch

Zwischen dem historischen Stadtkern von Fribourg und einem Aussenquartier mit Wohnblocks aus den sechziger und siebziger Jahren steht in einem grosszügigen Park das alte Schulhaus «Villa Thérèse», ein umgenutztes Pensionat aus der Jahrhundertwende. Dieses sollte um Unterrichtsräume, Kindergartenklassen und eine Doppelturnhalle erweitert werden. Die drei neu in den Park eingefügten Einzelvolumen wurden um das bestehende Schulhaus gruppiert. Zusammen mit diesem bilden sie nun eine Campusanlage mit differenzierten Aussenräumen. Erreicht wurden einerseits räumliche Beziehungen und Verdichtungen und andererseits ein starker, in der Stadt präsenter Gesamtausdruck. Die Gestaltung der Volumen orientierte sich an den zwei Polen Natürlichkeit und Abstraktheit. 

Der dunkel eingefärbte Beton der Fassaden, dessen kantiges Kies zum Vorschein kommt, wirkt steinern und fügt die Volumen in die Parklandschaft ein. Im Gegensatz zum rauen äusseren Ausdruck ist das Innere der drei Gebäude geprägt durch feine Oberflächen und das Farbkonzept. Die drei Neubauten reagieren in ihrem inneren Aufbau auf die jeweilige Beziehung zum Park und zu den anderen Gebäuden. Das Primarschulhaus besteht aus einer Abfolge von Räumen unterschiedlicher Orientierung. Beim Kindergarten wird der parallel zum Hang liegende Erschliessungs- und Pausenraum von der quer dazu verlaufenden Aufreihung der Klassenzimmer überlagert. Diese sind auf zwei Seiten hin orientiert. Das Volumen der Turnhalle ist hangseitig zur Hälfte ins Terrain abgesenkt. Darüber erlaubt die sich auf die ganze Hallenbreite erstreckende Verglasung den Blick vom Zugangsweg in die Halle und durch die gegenüberliegende Verglasung hindurch in die Hügellandschaft. 

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