Najjar & Najjar

Semperit F&E Zentrum

Prämierung

best architects 07

Kategorie

Gewerbe & Industriebauten

Foto

Manfred Seidl

Website

www.najjar-najjar.com

Der Bauplatz liegt auf dem bestehenden Firmengelände nächst dem alten „Herrenhaus“. Eine doppelt gekrümmte Aluminium-
röhre schiebt sich in Richtung Produktionsgelände. Das daneben stehende Herrenhaus bleibt als Solitär und Zeuge jahrhundertelanger Tradition der Firma als eigenständiger Baukörper erhalten. Die neue Röhre bildet dazu einen signalhaften Kontrast. Der als Zweispänner organisierte Solitär umschließt ein zentrales Atrium, dessen transparentes Dach sich in das Wellental der gekrümmten Hülle einschmiegt. Um diesen repräsentativen Verteilerraum sind Laborräume, Büros und Besprechungsräume angeordnet.  

Um die Glättung der Hülle von innen nach außen zu erreichen wurde auf eine Zeichenmethode zurückgegriffen, die für die Konstruktion von Schiffsrümpfen angewendet wird. Die Bauzustände des F&E Zentrums verdeutlichen den besonderen Schwierigkeitsgrad, dem sich die Entwürfe gegenübersehen, die eine organische Form zitieren oder eine digital generierte Form materialisieren möchten. Beide stoßen rasch an die Grenzen der präzisen Darstellbarkeit. Die Architekten sahen sich daher veranlasst, sich in Produktionsabläufe und Herstellungsmethoden einbinden zu lassen. Das Projekt verdeutlicht, dass eine Symbiose aus künstlerischem Anspruch und technischer Realisierbarkeit zu signifikanten Ergebnissen führen kann. 

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