Daniele Marques

Einfamilienhaus in Meggen

Prämierung

best architects 07

Kategorie

Wohnungsbau

Ort

Meggen | Schweiz

Website

www.marques.ch

Mit einem senkrecht zum Hang gestellten Volumen zeichnet das Projekt die Topografie des Grundstückes mit Süd-lage und Aussicht auf See und Berge nach und bezieht sich mit der terrassenförmigen Gestalt auf die Landschaft. Seine Schlankheit erlaubt eine Gleichzeitigkeit mit dem bestehenden hölzernen Wohnhaus. Die räumliche Tiefenverschiebung zwischen Neubau und Holzhaus erzeugt eine Eingangssituation als Hofraum, dort zeigt sich das Gebäude als eingeschossiger Baukörper mit weit ausladendem Flugdach. Die südliche Ansicht ist geprägt durch drei schwebende Körper, Brüstungen und Dächer. Das Eingangsgeschoss ist charakterisiert durch einen loggiaartigen, drei Meter hohen Innen-Aussenraum, welcher mit vorgezogener Terrassenbrüstung und Sturzelement über dem gedeckten Sitzplatz den Wohnraum zur Landschaft panoramaartig öffnet. 

Während das Zimmergeschoss den gleichen landschaftlichen Bezug aufweist, ist das unterste Geschoss geprägt durch einen vorgelagerten, hofartig geschlossenen Gartenraum. Die Materialisierung des Gebäudes aus terracottafarbenem, gegossenem Ortbeton nimmt Bezug auf die umgebenen Bauten und bezieht spielend seine Referenz von den bepflanzten Tontöpfen, welche auf den künstlich neuen Gartenebenen die Atmosphäre des Aussenraumes prägen werden. Im Innenraum sind die Böden aus rötlichem Granit, die Wände grau-grünlich und beige gestrichen. Das Gebäude ist getragen durch die Ortbetonform, eine Art Kragarmstruktur, ohne zusätzliche Stützen oder Tragwände im Öffnungsbereich. Die Detaillierung der Fenster betont die stützenfreien Öffnungsqualitäten zur Landschaft, intensiviert den Innenaussenraumbezug und schafft eine interessante Spannung zur Massivität der Betonstruktur. 

10/44