alexa zahn architekten

Kindergarten + Hort Korefschule in Linz

Prämierung

best architects 13

Kategorie

Öffentliche Bauten

Ort

Wien

Foto

Hertha Hurnaus

Website

www.alexazahn.net

Das Projekt für einen 4-gruppigen Kindergarten und 8-gruppigen Hort sieht einen 2-geschossigen Solitärbaukörper mit eingeschriebenem Innenhof vor. Im Erdgeschoss befindet sich der um den zentralen Innenhof entwickelte Kindergarten. Der Hort im Obergeschoss wird durch Umstrukturierung im Bestand auf insgesamt 8 Gruppen ausgedehnt. Der kompakte neue Baukörper ergänzt die kammartige Struktur des Bestandes und setzt in seinem Inneren die spannungsreiche Abfolge von offenen und geschlossenen Räumen fort. Durch die Komposition der Gruppenräume wird ein spannungs- und erlebnisreiches Raumgefüge geschaffen. Anstelle von Gängen entsteht ein vielseitiger allgemeiner Spielraum mit unterschiedlichen Ausblicken, verschieden grossen Raumsequenzen und Belichtung von verschiedenen Seiten. Der qualitätvolle durchgrünte Aussenraum kann durch den kompakten Baukörper in grossen Bereichen erhalten bleiben. Der zentrale Hof als Spiel- Ess- Lernbereich und die Loggien vor den Gruppenräumen sind über das ganze Jahr nutzbar und stellen mit den nach außen gewandten Allgemeinflächen einen wesentlichen Anteil des räumlichen Konzepts dar.  

Um den Eindruck des monolithischen Baukörpers zu verstärken, wird der massive Baukörper umseitig mit dem gleichen Oberflächenmaterial eingepackt; es handelt sich dabei um eine grünbeige Membran. Durch die bewußt gesetzten übergrossen Fensteröffnungen wird masstäbliche Lesbarkeit des Baukörpers aufgelöst.  

Verbindungsgang als Allee 

Bei der Sanierung des Bestandes wurde ersichtlich dass aus statischen Gründen der Verbindungsgang nicht erhalten werden kann (Stützen hatten die Deckenplatte teilweise durchgestanzt). Der Neubau, im Rahmen des alten Bestands, beginnt ab der Bodenplatte, indem die alten Stützen in ein Meter Höhe abgeschnitten werden und die neue Konstruktion aufgesteckt wird. Dadurch kann der sehr schöne Terrazzoboden erhalten werden und die Baumaßnahmen deutlich vereinfacht und beschleunigt. Das Konzept der bewachsenen Allee- eine Allee zum Durchschreiten der  

Schullandschaft mit viel Licht und Ausblicke zu den Außenräumen- erschließt alle Bereiche der Schule von der Hauptschule im Norden, zum Kindergarten + Hort, Über die Volkschule zur Sporthalle im Süden. 

Der Charakter der Allee wird durch das der Glasfassade vorgehängte Edelstahlgewebe mit einem subtilen organischen Muster im Edelstahlgewebe (Wechsel des Edelstahldrahts) hergestellt. Eine ‚gestrickte‘ Fassade aus Edelstahldrähten mit viel Transparenz, ausgeglichener Belichtung und reduzierter Sonneneinstrahlung (Gestaltung durch die Künstlerin Maria Hahnenkamp). 

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