Durrer Linggi Architekten

Stockalperturm Gondo

Prämierung

best architects 11

Kategorie

Sonstige Bauten

Ort

Gondo | Schweiz

Foto

Tom Bisig | Basel

Website

www.dl-arch.com

Rund ein Drittel des Dorfes Gondo wurde bei einem Unwetter im Herbst 2000 zerstört. Die Hälfte des denkmalgeschützten Stockalperturmes war durch das Unglück wegrasiert worden. 

Das Gebäude stammt ursprünglich aus dem siebzehnten Jahrhundert und wurde von Kaspar Jodok Stockalper erbaut. Es ist geprägt von massiven steinernen Wänden aus Pietra Rasa und dem typischen, oft an historischen Gebäuden in der Region verwendeten Simplondach. Der Stockalperturm war früher ein Lagergebäude an der Grenze zu Italien. Die Wiederherstellung der unsprünglichen Volumetrie mit dem Satteldach war von der Denkmalpflege vorgegeben.  

Die Aussenhülle des ergänzten Gebäudeteils wurde aus Sichtbeton erstellt, der durch die Wahl der Zuschlagsstoffe dem Pietra Rasa farblich angenähert wurde. Die Oberfläche wurde mit dem Stockhammer bearbeitet um ihr eine textile Qualität zu geben und die beiden Teile visuell anzunähern. Die Fuge zwischen alt und neu ist lediglich als ganz feine Naht sichtbar. Die erhaltene Gebäudestruktur besteht aus dicken Wänden, welche das Volumen in drei Räume gliedert. Die Massivität der bestehenden Bruchsteinmauern wird durch eine neue raumhaltige Wandschicht ergänzt, die sämtliche Infrastruktur und Technik aufnimmt.  

 

 

Dadurch 

kann vermieden werden, dass die bestehenden Mauern zu stark durch Technikdurchdringungen perforiert wird. Die raumhaltige Schicht reagiert auf die massiven Mauerfluchten und enthält Aufzug, Nasszellen, Techniksteigzonen und die Brandschutztüren. 

 

 

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