Pysall . Ruge Architekten

LTD_1, Hamburg

Prämierung

best architects 11

Kategorie

Büro- & Verwaltungsbauten

Ort

Hamburg

Foto

Tomas Riehle | Bergisch Gladbach

Website

www.pysall-ruge.de

Im Rahmen der Revitalisierung des Stadtteils Hamburg St. Georg sind auf einer Teilfläche des Krankenhauses Hamburg St. Georg vier Wohnblöcke mit 120 Wohnungen und ein Verwaltungsbau als nachhaltiges, flächeneffizientes Bauensemble entstanden. Unter weitgehender Erhaltung des aus der Historie gewachsenen Charakter des Ortes, des bereits 1820 abgetragenen, jedoch noch immer den Stadtgrundriss prägenden „Neuen Werk“ sowie der prägnanten Baustruktur des Krankenhauses wurde ein Gebäudeensemble mit differenzierten Stadträumen und Aufenthaltsqualitäten entwickelt, das den beiden Nutzungen Wohnen und Arbeiten sowie der Öffentlichkeit gleichermaßen zugute kommt.  

Den Auftakt des Geländes bildet der Verwaltungsbau für Mieter der traditionellen sowie fernöstlichen Gesundheitsvorsorge. Aufgrund der Historie des Ortes und seiner Nutzungsanforderungen ist der Bau nicht mit der Weiterführung der Orthogonalität beantwortet worden. Eine Komposition aus vier bumerang-förmigen Bauteilen mit vielfältigen Nutzungs-, Raum, und Aufenthaltsqualitäten wurde realisiert. Wie selbstverständlich ist eine repräsentative Eingangssituation, ein Innenhof und eine Durchwegung bis in den rückwärtigen, begrünten Wohnhof sowie direkte Sonnenbelichtung und ein ungehinderter Weitblick für jedes Büro entstanden. Die Büromitarbeiter profitieren von dem transitorischen Raum, ebenso die Bewohner der Häuser des Wohnungsbaus gegenüber der Bauskulptur mit Durchblicken und abwechslungsreichem Lichtspiel auf der Fassade. 

 

Das Gebäude ist als nachhaltiges, Ressourcen schonendes Haus geplant und im hierfür äußerst eingeschränkten Kostenrahmen eines Standardbürogebäudes für Fremdmietflächen realisiert worden. Der Baukörper ist komprimiert und flächenoptimiert. Zwei innen liegende Kerne erlauben eine flexible Nutzung und einfache Anpassung an zukünftige Nutzungserfordernisse. Die Baumaterialien sind mit Blauer Engel-Zertifizierung ökologisch unbedenklich. Der Primärenergiebedarf ist durch eine hoch wärmegedämmte Außenhülle, natürliche Lüftung (Doppelfassade), den Einsatz hocheffizienter Gebäudetechnik, Niedrigenergieheizung und Betonkernaktivierung sowie ein energieoptimiertes Beleuchtungskonzept minimiert.  

 

 

 

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