Aita Flury / Silvia Kopp

Wohnhaus Biene

Prämierung

best architects 08

Kategorie

Wohnungsbau

Foto

Jürg Zimmermann

Das Wohnhaus baut vordergründig zu den umliegenden Alltagsarchitekturen Vertrautheit auf, geht aber gleichzeitig von neuen Verhältnissen aus, die von heutigen konstruktiven Möglichkeiten berichten. Die strukturellen Öffnungen der Stirnfassaden und die kompositorisch gesetzten Lochöffnungen der Längsfassaden verweisen auf innere Raumzusammenhänge, auf die Dominanz der Hanglage, vor allem aber auf die Suche nach einer möglichst prekären Balance zwischen Öffnung und Schließung der Flächen. 

Das Haus zeigt in frappierender Gleichzeitigkeit manierierte Proportionen und erinnert an triviale, periphere Bauten. Die durch die Dimensionen drohende Desavouierung der Umgebung wird über das Material und seinen Einsatz versöhnt. Die Holzschindeln bergen das Potenzial der Übersteigerung formaler Möglichkeiten, die das arbeitsintensive an der Konstruktion, das Handwerk aber auch Luminosität zelebrieren. Die Innenräume des Hauses sind als Abfolge von großzügigen Raumkammern um ein zentrales Treppenhaus organisiert; jeder Raum weist dabei spezifische Bestimmtheit und Höhenentwicklung auf.  

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